Über mich

Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet und habe einen 10-jährigen Sohn. Wir wohnen in unserer Wahlheimat, dem herrlichen Wildenberg, mitten in der Hallertau. Jetzt kommt viel Text, aber wenn du dir einen kleinen Eindruck von mir verschaffen willst, solltest du weiterlesen :-)
 

Doch wie kam es dazu, dass ich Lerncoach wurde? 

Die eigenen Erfahrungen

Nun, meine Lebensgeschichte und die meines Sohnes:

In der Grundschule war ich ja noch motiviert für das Lernen und den täglichen Schulalltag, das hörte auf dem Gymnasium recht schnell auf. Die Schule wurde für mich immer anstrengender und bei den Elternsprechtagen war immer das gleiche über mich zu hören:

  • ich kann mich nicht konzentrieren
  • ich mache zu viele Flüchtigkeitsfehler
  • ich brauche dringend Nachhilfe
  • ich soll ins autogene Training gegen meine Prüfungsangst


Meine Jahreszeugnisse lesen sich wie in einziges Wenn und Aber. Dies habe ich so lange gehört, bis ich es eines Tages selber geglaubt habe. 

Ab der 9. Klasse wollte ich nicht mehr auf dem Gymnasium bleiben, ich dachte schlichtweg, ich sei zu dumm dafür. Auf die Fachoberschule zu wechseln wurde mir jedoch nicht erlaubt. Also kämpfte ich weiter, um den Erwartungen dem Elternhaus gegenüber gerecht zu werden. So habe ich mich von Jahr zu Jahr gehangelt. Kurz vor dem Abi kam dann doch der Ehrgeiz und auch die ein oder andere Erkenntnis (man entwickelt sich ja auch). Mein Abitur hatte ich dann in der Tasche, sogar ein ganz gutes. Lehrerin wollte ich werden, da hieß es dann aber: bloß nicht, Lehrerüberschuss. Für Biochemie war er dann doch zu schlecht, mein Abi-Schnitt. Eigentlich kam es mir dann auch ganz recht, da ich eigentlich eh nicht studieren wollte, nicht noch mal Schule. Raus in die Praxis, studieren kann ich immer noch: so habe ich eine Lehre als Industriekauffrau gemacht und bin danach in der Telekommunkationsbranche erst mal hängen geblieben. Mit dem Alter wurde das Lernen natürlich etwas einfacher, aber den inneren Widerstand dagegen bin ich nicht losgeworden - zu sehr saßen mir die Erfahrungen der Kindheit in den Knochen. Somit bin ich den einfacheren Weg gegangen (oder den am Ende schwierigeren Weg?), indem ich nicht studiert habe und dafür weiter in meinen beruflichen Erfolg investiert habe. Das ich nicht studiert habe, das muss ich mir in der Berufswelt allerdings bis heute noch anhören...

Wiederholt sich alles bei meinem Kind (ADHS)?

2009 wurde unser Sohn geboren und schon während der Kindergartenzeit, später dann in der Schule, wiederholten sich die Sätze, die schon ich  gehört hatte - nur dieses mal über ihn. Man fühlt sich zurückversetzt in seine Vergangenheit, lässt sich dann auch noch vom System in die Ecke ADHS, Lese-Rechtschreib-Schwäche und Co. drängen und der Familiensegen hängt schief. Alles dreht sich um Verhalten, Konzentration, Motivation und letztlich um die Schule. Man zweifelt an sich selbst, dann wieder an den anderen - ein Teufelskreis beginnt. In der dritten Klasse arteten Lernen und Hausaufgaben bei meinem Sohn in stundenlange Diskussionen aus (auch wenn er die Hausaufgaben immer gemacht hat).

Die Lösung

Eines Tages dachte ich mir, dass es doch eine Lösung für all das geben muss - ohne Therapie oder Tabletten. Mein Kind ist völlig in Ordnung, so wie es ist. Aber wie bekommen wir wieder Leichtigkeit in unser Familienleben? So habe ich mich mit dem Thema Lerncoaching beschäftigt und landete schließlich im ersten Seminar bei meinen Ausbildern. Da war sie, unsere Lösung. Bereits am Abend nach dem ersten Schulungstag konnte ich einige Strategien umsetzen und ich habe gesehen, wie mein Kind auf einmal aufgeblüht ist. Lernen ist heute kein Streitthema mehr für uns, Hausaufgaben werden nun ohne Gemecker gemacht und unser Familienleben hat sich deutlich entspannt.

Lernen begleitet uns ein Leben lang - Lernen kann jeder, in jedem Alter

Also verstand ich recht bald - wenn ich JETZT das Lernverhalten, die Einstellung dazu und folglich die Erfahrungen mit dem Lernen bei meinem Sohn beeinflussen kann, hat das Auswirkungen auf den Rest seines Lebens. Ich muss meinem Kind begreiflich machen, dass er nicht für mich lernt - er muss es für sich tun. Jetzt kann ich dafür sorgen, dass er für sein späteres Leben dem Lernen gegenüber aufgeschlossen und ohne Angst gegenüber stehen kann, dass er Wege gehen wird, auch wenn sie mit Lernen verbunden sind. Das wiederum ist ein absolut erfüllendes Gefühl - zu wissen, dass er mit Freude und mit einer Leichtigkeit den weiteren Aufgaben des Lebens entgegen treten kann.

Der nächste Schritt: ich werde Lerncoach

Meine Liebe, mit Menschen zu arbeiten, zieht sich durch meine ganze Berufslaufbahn und erfüllt mich auch heute noch zutiefst. Meine Liebe, mit Kindern zu arbeiten, hatte ich ja schon immer, aber jetzt habe ich meine Leidenschaft dafür entdeckt.  Mein 10-jähriger Sohn ist sicherlich auch ein treibender Faktor gewesen, als er zu mir während meiner Coach-Ausbildung sagte: "Ich weiß nicht, was sie mit dir gemacht haben. Aber dass solltest du unbedingt auch anderen Menschen beibringen!". Als ich dann noch von den anderen Ausbildungskollegen und Seminarteilnehmern folgendes Feedback bekommen habe (und die kannten mich jetzt noch nicht so lange), war mir klar, ich muss zukünftig als Lerncoach arbeiten! 

Stefanie ist:

"empathisch, warmherzig und offen, ehrlich, engagiert, emotional, unglaublich echt und authentisch, wissbegierig, ehrgeizig, lustig,

eine starke Persönlichkeit, zielstrebig, motiviert, eine liebevolle Mutter, super darin, offene Fragen zu erkennen, übernimmt Verantwortung,

talentiert, kreativ"

Hätte mir das mal einer vorher gesagt, ich hätte es nicht geglaubt. Aber heute kann ich sagen: ja, das bin ich - und ich möchte, dass auch ihr eure Stärken erkennt und sie nutzt.

Als mein Mann dann noch zu mir meinte: "Das ist genau deine Berufung", habe ich es in die Tat umgesetzt und seitdem bin ich Lerncoach!

Ich liebe es, Lerncoach zu sein!


Wenn ich das alles mal früher gewusst hätte, wäre mein Leben sicherlich anders verlaufen. Aber es war gut so - denn nur so konnte ich Lerncoach werden. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch mit seiner genau für ihn abgestimmten Strategie sehr erfolgreich und mit Freude lernen kann. Zudem weiß ich jetzt, dass Prüfungsangst, Motivations- und Konzentrationsprobleme nur eine Summe der Erfahrungen sind, die wir ALLE im Leben gemacht haben. Ich bin zutiefst überzeugt, dass Diagnosen wie ADHS, Lese-Rechtschreib-Schwäche und Dyskalkulie eigentlich nichts anderes sind, als ein Wort dafür, dass der betroffene Mensch, meistens Kinder, seine Strategie noch nicht gefunden hat und er immer wieder auf seinem falschen Lernkanal angesprochen wird.

Ich möchte Kindern und Erwachsenen die Lernfreude zurückbringen, eine Fähigkeit, die wir von klein auf in uns haben. Ich möchte motivieren und die Stärken aufzeigen. Ich möchte, dass der Coachee sich selbst und seine Fähigkeiten liebt und sie nutzt. 
Ich möchte...dein Lerncoach sein!

Wenn der Coachee dann nach der Sitzung ein Leuchten in den Augen hat mit den neuen Erkenntnissen über sich selber, wenn er erleichtert ist, über die Last, die nun von den Schultern gefallen ist und wenn er freudig darüber berichtet, wie erfolgreich er seine neuen Strategien im alltäglichen Leben einsetzen kann, wenn er merkt, welche Fähigkeiten in ihm stecken u.v.m. - dann weißt du, warum ich es liebe, Lerncoach zu sein! 

Lebenslauf

  • 2000 Abitur
  • 2000 - 2003 Ausbildung zur Industriekauffrau,   Deutsche Telekom AG
  • 2003 - 2004 Sachbearbeiterin Auftragsmanagement, Deutsche Telekom AG
  • 2004 - 2015 strategische Einkäuferin im Bereich Linien- und Netztechnik, Projektmanagement und Logistik für Linien- und Netztechnik, Kabel Deutschland/Vodafone
  • 2015 - 2016 Projektmanagerin für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung (Teilzeit), Markt Siegenburg
  • 2017 - heute Wirtschaftsförderin (Teilzeit), Stadt Kelheim


Selbstständigkeit:

  • 2017 - 2019 Marketing Heimat-Schmiede
  • seit 2019 Zertifizierter Lerncoach-Advanced/Azubi-Coach-Advanced nach Genialico